Freibad Liegestühle

Mit den stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren nimmt auch die Besu­cher­an­zahl in deut­schen Bade­an­stal­ten zu. Seit ein paar Jah­ren häu­fen sich die Berich­te von aggres­si­ven Aus­ein­an­der­set­zun­gen in den Frei­bä­dern, kürz­lich erfolg­ten in Düs­sel­dorf sogar zwei Fäl­le im sel­ben Frei­bad kurz hin­ter­ein­an­der. Aus die­sem Anlass folgt eine Ein­schät­zung des Sicher­heits­ex­per­ten Uwe Gers­ten­berg zur Sicher­heit in den Bädern.

Bei dem The­ma der Sicher­heit in Schwimm­bä­dern gilt es, zwei Dimen­sio­nen zu beach­ten. Ein­mal die Sicher­heit der Bade­gäs­te im Was­ser, also die Bade­si­cher­heit, und der Schutz der Gäs­te vor Straf­ta­ten. Näher erör­tert wer­den im Fol­gen­den der Schutz der Bade­gäs­te sowie die Mög­lich­kei­ten, wie man die Sicher­heit in den Bädern stei­gern kann.

Lebenswerte Stadt Expertenbeitrag im sto Magazin

Das Fach­ma­ga­zin für die Woh­nungs­wirt­schaft „we – wer­te ent­wi­ckeln“ hat sei­ne Aus­ga­be 01/2019 dem Leit­the­ma „Lebens­wer­te Stadt“ gewid­met. Dar­in ent­hal­ten sind zahl­rei­che Bei­trä­ge über intel­li­gen­te Stadt­pla­nung und Sicher­heits­kon­zep­te in Metro­po­len. Uwe Gers­ten­berg hat einem der Arti­kel sei­ne Erfah­run­gen als kom­mu­na­ler Sicher­heits­ex­per­te bei­gege­ben. Lesen Sie hier oder auch am Ende des Arti­kels mehr dar­über.

Polizeikosten in der Bundesliga

In den ers­ten fünf Ligen des deut­schen Pro­fi­fuß­balls belau­fen sich die Kos­ten für die Poli­zei­ein­sät­ze auf rund 120 Mil­lio­nen Euro jähr­lich. Bis­her wur­den die­se Kos­ten allei­ne aus den Steu­er­gel­dern begli­chen. Es wur­de jedoch lan­ge dis­ku­tiert, ob die deut­schen Fuß­ball­ver­ei­ne die Poli­zei­kos­ten für die Bun­des­li­ga­spie­le mit­tra­gen sol­len. Die Deut­sche Fuß­ball Liga (DFL) klag­te gegen einen Gebüh­ren­be­scheid des Bun­des­lan­des Bre­men. Für ein Spiel von Wer­der Bre­men gegen den Ham­bur­ger SV soll­te die DFL rund 425.000 Euro zah­len. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt Leip­zig fäll­te ein Urteil: Bun­des­län­der dür­fen der DFL für soge­nann­te „Hoch­ri­si­ko­spie­le“ eine Rech­nung stel­len.

Der Sicher­heits­ex­per­te Uwe Gers­ten­berg gibt eine Ein­schät­zung zum The­ma.

Kamera für Personenaufklärung
Anfang März 2018 wur­de ein heim­tü­cki­scher Anschlag auf den Inno­gy-Vor­stand Bern­hard Gün­ther ver­übt. Gün­ther war gera­de beim Bäcker und woll­te Bröt­chen holen, als die Täter ihn mit Säu­re über­schüt­te­ten. Die­ser tra­gi­sche Fall zeigt, wie wich­tig eine Sicher­heits­ana­ly­se inner­halb des Per­so­nen­schut­zes ist. In vie­len Kon­zer­nen wird das mög­li­che Risi­ko, dem sich die Füh­rungs­kräf­te aus­set­zen, als zu gering ein­ge­schätzt. Mit den tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten des 21. Jahr­hun­derts sind neue Risi­ko­fak­to­ren ent­stan­den, denen mit glei­chen und noch bes­se­ren Waf­fen ent­ge­gen­ge­tre­ten wer­den muss. Das Stich­wort heißt hier: mit­tel­ba­rer Per­so­nen­schutz, oder auch Vor­auf­klä­rung. Lesen Sie hier mehr dar­über.
Lei­der hat der Bal­kon das Poten­ti­al zu einem ernst­haf­ten Sicher­heits­ri­si­ko. Allein die Höhe, in der sich der Bal­kon befin­det, reicht als Schutz vor Ein­bre­chern nicht aus. Der Abstand zur Erde lässt sich ent­we­der durch Lei­tern (ech­te Lei­tern oder die Klet­ter­tech­nik Räu­ber­lei­ter) über­win­den oder durch bau­be­ding­te Klet­ter­hil­fen wie:
  • Bau­ge­rüs­te,
  • Pflan­zen­rän­ke,
  • Regen­fall­roh­re oder
  • archi­tek­to­ni­sche Nischen wie Vor­sprün­ge oder Stu­fen.
Die Gefahr für einen Ein­stieg über den Bal­kon nimmt zwar mit zuneh­men­der Höhe ab, ist aber ste­tig prä­sent. Daher stellt die Siche­rung der Bal­kon­tür eine wich­ti­ge sicher­heits­re­le­van­te Maß­nah­me dar.