Kamera für Personenaufklärung

Anfang März 2018 wurde ein heimtück­isch­er Anschlag auf den Inno­gy-Vor­stand Bern­hard Gün­ther verübt. Gün­ther war ger­ade beim Bäck­er und wollte Brötchen holen, als die Täter ihn mit Säure über­schüt­teten. Dieser tragis­che Fall zeigt, wie wichtig eine Sicher­heit­s­analyse inner­halb des Per­so­n­en­schutzes ist. In vie­len Konz­er­nen wird das mögliche Risiko, dem sich die Führungskräfte aus­set­zen, als zu ger­ing eingeschätzt.

Mit den tech­nis­chen Möglichkeit­en des 21. Jahrhun­derts sind neue Risiko­fak­toren ent­standen, denen mit gle­ichen und noch besseren Waf­fen ent­ge­genge­treten wer­den muss. Das Stich­wort heißt hier: mit­tel­bar­er Per­so­n­en­schutz, oder auch Voraufk­lärung. Lesen Sie hier mehr darüber.

Wir leben in ein­er Zeit der per­ma­nen­ten Verän­derung. Die Dig­i­tal­isierung verän­dert uns Men­schen: gesellschaftlich, ökonomisch, poli­tisch sowie tech­nol­o­gisch. Wir unter­liegen einem tief­greifend­en Wan­del in allen Lebens­bere­ichen und dies mit expo­nen­tieller Geschwindigkeit – Trans­for­ma­tion ist längst zu einem Zus­tand gewor­den.

Jedoch birgt die Trans­for­ma­tion auch viele Risiken ein­herge­hend mit Daten­ma­nip­u­la­tion, -dieb­stahl und -miss­brauch. Diese verän­derte Bedro­hungslage und die damit ver­bun­de­nen Auf­gaben­bere­iche stellen die Sicher­heits­be­hör­den sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Akteure vor beson­dere Her­aus­forderun­gen.

Beispiel Bankenlandschaft.

Banken müssen sich neu erfind­en. Der Grund hier­für liegt in der Verän­derung der Spiel­regeln. Dabei geht es weniger um die Alt­las­ten, son­dern vielmehr um die zukün­fti­gen Her­aus­forderun­gen. Die Niedrigzin­spoli­tik der Zen­tral­banken, die staatliche (Über-)Regulierung, aber vor allem der tech­nis­che Fortschritt sind eine Gefahr.

Die Online-Kred­itver­gabe durch Unternehmen wie Pay­Pal, aux­money oder Cred­it­shelf ste­ht im Moment noch am Anfang, was im Wesentlichen am man­gel­nden Bekan­ntheits­grad der Unternehmen liegt. Fach­leute gehen jedoch davon aus, dass bere­its im Jahre 2025 rund zehn Prozent der Kred­ite von Mit­tel­ständlern über Fin­Tec abgewick­elt wer­den.

Aber auch die sozialen Net­zw­erke wer­den zukün­ftig bei der Ver­mit­tlung von Kred­iten eine immer größere Rolle ein­nehmen. Die Entste­hung des „Crowd­fund­ing“ zeigt, dass man Unternehmer mit Inve­storen zusam­men­brin­gen kann. Statt eine Bank um ein Dar­lehen zu bit­ten oder ihr die eige­nen Erspar­nisse anzu­ver­trauen, kann man sein Anliegen in sozialen Net­zw­erken vor­tra­gen. Ohne die kostenpflichtige Ver­mit­tlung der Bank kön­nen diese Geschäfte von Spar­ern, Inve­storen und Unternehmen gün­stig getätigt wer­den. Ein Rat­ing kön­nte eben­so über die Sozialen Medi­en erfol­gen, wobei hier die Jahrzehnte alten Kri­te­rien wie Ver­trauen und Zuver­läs­sigkeit durch unkom­plizierte und schnelle Abwick­lung abgelöst wer­den. Hier reicht ein Like-But­ton.

Welche Risiken gehen mit den Transformationsprozessen einher?

Wir über­tra­gen immer mehr an sen­si­blen Prozessen in ver­net­zte IT-Sys­teme. Eine fortschre­i­t­ende Dig­i­tal­isierung ohne Cyber Sicher­heit wird nicht funk­tion­ieren. Nach Infor­ma­tio­nen des BSI wer­den täglich mehr als 380.000 neue Schad­pro­gram­mver­sio­nen gesichtet. Allein bis August 2017 waren ins­ge­samt mehr als 560 Mio. ver­schiedene Schad­soft­ware­vari­anten bekan­nt.

Zu den häu­fig­sten Infek­tion­swe­gen eines Sys­tems mit Schad­pro­gram­men gehören E-Mail-Anhänge sowie vom Anwen­der unbe­merk­te Infek­tion beim Besuch von Web­seit­en. Auch Links zu Schad­soft­ware spie­len weit­er­hin eine wichtige Rolle. Egal, wie der Täter vorge­ht und welchen Weg er benutzt hat, jed­er Angriff dient der Daten­ma­nip­u­la­tion oder dem -dieb­stahl.

Ini­tia­tiv­en zur Cyber Sicher­heit gibt es auf allen Ebe­nen, doch am Ende ist jed­er Einzelne von uns im Umgang mit den dig­i­tal­en Medi­en gefordert. Hier ist der Men­sch immer das schwäch­ste Glied der Kette.

Ausblick — Die Anforderungen wachsen.

Die kom­plex­en Bedürfnisse glob­al agieren­der und ver­net­zter Kun­den im Ein­klang mit den Inno­va­tions-und Wertschöp­fungsstruk­turen der Wirtschaft zu erfüllen – das ist die Her­aus­forderung, der wir uns heute gegenüber sehen.

Dynamis­che Big-Data-Anwen­dun­gen, Mon­i­tor­ing- und Analy­semöglichkeit­en, gepaart mit hochqual­i­fizierten Mitar­beit­ern in branchenüber­greifend­en Diszi­plinen, die den Kun­den indi­vidu­elle Konzepte zur Risiko­min­imierung und Chan­cen­max­imierung anbi­eten – so sieht der Markt der Zukun­ft aus.

Doch die Rolle als Nav­i­ga­tor kann nur funk­tion­ieren, wenn es einen klaren Plan gibt, wie man sich in Zukun­ft auf­stellt. Wer sich treiben lässt, läuft Gefahr, Schiff­bruch zu erlei­den.

Lei­der hat der Balkon das Poten­tial zu einem ern­sthaften Sicher­heit­srisiko. Allein die Höhe, in der sich der Balkon befind­et, reicht als Schutz vor Ein­brech­ern nicht aus. Der Abstand zur Erde lässt sich entwed­er durch Leit­ern (echte Leit­ern oder die Klet­tertech­nik Räu­ber­leit­er) über­winden oder durch baube­d­ingte Klet­ter­hil­fen wie:

  • Baugerüste,
  • Pflanzen­ränke,
  • Regen­fall­rohre oder
  • architek­tonis­che Nis­chen wie Vor­sprünge oder Stufen.

Die Gefahr für einen Ein­stieg über den Balkon nimmt zwar mit zunehmender Höhe ab, ist aber stetig präsent. Daher stellt die Sicherung der Balkon­tür eine wichtige sicher­heit­srel­e­vante Maß­nahme dar.

Gefährlicher Urlaubspost

Alle drei Minuten wird in Deutsch­land einge­brochen. Viele Krim­inelle pla­nen ihren Beutezug sehr sorgfältig und führen ihn auch zum Erfolg, da sie Woh­nun­gen und Häuser vorher genau auskund­schaften. Dabei unter­suchen sie – mehr als drei Minuten lang – vor allem, zu welchen Zeit­en die Inhab­er ein­er Bleibe mit hoher Wahrschein­lichkeit abwe­send sein wer­den. Welch­er Art diese Obser­va­tio­nen sein kön­nen, lesen Sie hier von dem Experten für Ein­bruch­schutz Uwe Ger­sten­berg.

Wir gehen davon aus, dass Sie min­destens einen der 5 Tricks mit Sicher­heit noch nicht gekan­nt haben.

Abgebrannte Böller

Deutsch­land disku­tiert über ein strik­teres Ver­bot von Feuer­w­erk­skör­pern, ins­beson­dere dem von soge­nan­nten Böllern. Wie wirk­sam wäre so etwas, und was brächte es? Uwe Ger­sten­berg mit einem Überblick über die Lage und eine Prü­fung von Maß­nah­men aus der Debat­te.

Silvester 2017 mit Toten und Verletzten

Trotz war­men Regen­wet­ters hiel­ten sich zahlre­iche Men­schen im Bun­des­ge­bi­et zur Sil­vester­nacht 2017/18 im Freien auf. Einige von ihnen gin­gen mit ihrem Feuer­w­erks­gerät nicht sachgemäß um oder benutzten es in dafür nicht vorge­se­henen Bere­ichen.

Unbeteiligte bekla­gen dabei nicht nur eine hohe und bis in den Mor­gen andauernde Lär­minten­sität, son­dern auch:

  • das Zün­den von Böllern nahe von Pas­san­ten bzw. inner­halb von Per­so­n­en­grup­pen,
  • das Ver­schießen von Raketen in waagerechter Flug­bahn,
  • die Nutzung von Feuer­w­erk außer­halb der erlaubten Orte, Uhrzeit­en und Tage,
  • eine erhöhte Fein­staubbe­las­tung,
  • das Hin­ter­lassen von Feuer­w­erk­srück­stän­den (Leit­stab, ganze Bat­te­rien) auf öffentlichem und frem­dem Grund,
  • alko­holisierte Per­so­n­en, Bedro­hung von Ret­tungskräften und ein all­ge­meines Unsicher­heits­ge­fühl.

Die Fol­gen von fahrläs­sigem  und teil­weise mutwilligem Fehlum­gang mit Böllern & Co. spiegeln sich in schw­eren Ver­let­zun­gen, Ampu­ta­tio­nen und Todes­fällen nieder. In Bran­den­burg star­ben zwei Män­ner durch einen selb­st­ge­bastel­ten Sprengsatz, viele weit­ere Fas­tun­fälle wur­den in anderen Gemein­den verze­ich­net.