Gefährlicher Urlaubspost
Alle drei Minu­ten wird in Deutsch­land ein­ge­bro­chen. Vie­le Kri­mi­nel­le pla­nen ihren Beu­te­zug sehr sorg­fäl­tig und füh­ren ihn auch zum Erfolg, da sie Woh­nun­gen und Häu­ser vor­her genau aus­kund­schaf­ten. Dabei unter­su­chen sie – mehr als drei Minu­ten lang – vor allem, zu wel­chen Zei­ten die Inha­ber einer Blei­be mit hoher Wahr­schein­lich­keit abwe­send sein wer­den. Wel­cher Art die­se Obser­va­tio­nen sein kön­nen, lesen Sie hier von dem Exper­ten für Ein­bruch­schutz Uwe Gers­ten­berg. Wir gehen davon aus, dass Sie min­des­tens einen der 5 Tricks mit Sicher­heit noch nicht gekannt haben.
Abgebrannte Böller
Deutsch­land dis­ku­tiert über ein strik­te­res Ver­bot von Feu­er­werks­kör­pern, ins­be­son­de­re dem von soge­nann­ten Böl­lern. Wie wirk­sam wäre so etwas, und was bräch­te es? Uwe Gers­ten­berg mit einem Über­blick über die Lage und eine Prü­fung von Maß­nah­men aus der Debat­te.

Silvester 2017 mit Toten und Verletzten

Trotz war­men Regen­wet­ters hiel­ten sich zahl­rei­che Men­schen im Bun­des­ge­biet zur Sil­ves­ter­nacht 2017/18 im Frei­en auf. Eini­ge von ihnen gin­gen mit ihrem Feu­er­werks­ge­rät nicht sach­ge­mäß um oder benutz­ten es in dafür nicht vor­ge­se­he­nen Berei­chen. Unbe­tei­lig­te bekla­gen dabei nicht nur eine hohe und bis in den Mor­gen andau­ern­de Lär­min­ten­si­tät, son­dern auch:
  • das Zün­den von Böl­lern nahe von Pas­san­ten bzw. inner­halb von Per­so­nen­grup­pen,
  • das Ver­schie­ßen von Rake­ten in waa­ge­rech­ter Flug­bahn,
  • die Nut­zung von Feu­er­werk außer­halb der erlaub­ten Orte, Uhr­zei­ten und Tage,
  • eine erhöh­te Fein­staub­be­las­tung,
  • das Hin­ter­las­sen von Feu­er­werks­rück­stän­den (Leit­stab, gan­ze Bat­te­ri­en) auf öffent­li­chem und frem­dem Grund,
  • alko­ho­li­sier­te Per­so­nen, Bedro­hung von Ret­tungs­kräf­ten und ein all­ge­mei­nes Unsi­cher­heits­ge­fühl.
Die Fol­gen von fahr­läs­si­gem  und teil­wei­se mut­wil­li­gem Fehl­um­gang mit Böl­lern & Co. spie­geln sich in schwe­ren Ver­let­zun­gen, Ampu­ta­tio­nen und Todes­fäl­len nie­der. In Bran­den­burg star­ben zwei Män­ner durch einen selbst­ge­bas­tel­ten Spreng­satz, vie­le wei­te­re Fast­un­fäl­le wur­den in ande­ren Gemein­den ver­zeich­net.
Offene Flanke HIntertür
Zwei Mel­dun­gen sorg­ten bei so man­chem Bür­ger gegen Jah­res­en­de schein­bar für Erleich­te­rung: Zum einen nahm die Poli­zei Anfang Dezem­ber die Hin­ter­män­ner der­je­ni­gen Ban­den fest, die für rund 20 % der Ein­brü­che in Deutsch­land inner­halb eines Jah­res ver­ant­wort­lich sein sol­len. Zum ande­ren ver­mel­den die Sta­tis­ti­ken, dass die abso­lu­te Anzahl an Ein­brü­chen im Land 2017 erst­mals rück­läu­fig sei. Fest­zu­hal­ten ist jedoch auch, dass eine Ver­hin­de­rung von Ein­brü­chen nie ganz flä­chen­de­ckend gesche­hen kann, und die „Bran­che“ lei­der immer wie­der neue Nach­wuchs­kräf­te fin­det. Dage­gen müs­sen Sie sich wapp­nen.
Verdächtiges Paket
Ver­gan­ge­nen Frei­tag wur­de das Sicher­heits­kon­zept für den Weih­nachts­markt in Pots­dam auf eine erns­te Pro­be gestellt. Die Poli­zei sperr­te den Markt und Tei­le der Innen­stadt ab, da man ein ver­däch­ti­ges Paket in der Nähe gefun­den hat­te. Die­ses erwies sich als Spreng­satz, der nach ers­ten Ermitt­lun­gen an eine Geschäfts­adres­se in der Nähe gerich­tet war. Einer der Mit­ar­bei­ter hat­te die Sen­dung geöff­net und dar­in Dräh­te und Tech­nik ent­deckt. Durch die Ver­bin­dung mit dem eva­ku­ier­ten Weih­nachts­markt erhielt der Erpres­ser nun eine enor­me Auf­merk­sam­keit. Uwe Gers­ten­berg mit einer kur­zen Ein­schät­zung der Lage, ins­be­son­de­re zur Erken­nung von Paket- und Brief­bom­ben.
Ende Sep­tem­ber zog eine in Süd­deutsch­land aus­ge­hen­de Straf­tat wei­te Tei­le der Öffent­lich­keit in ihren Bann. Ein Erpres­ser errang durch die Dro­hung, in Super­märk­ten wahl­los Lebens­mit­tel ver­gif­ten zu wol­len, hohe Auf­merk­sam­keit. All­zu oft kom­men sol­che Mel­dun­gen nicht auf, aber wenn, kann jeder davon betrof­fen sein. Wie die Täter vor­ge­hen, was die Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den unter­neh­men kön­nen und wie man sich als Kon­su­ment in so einer Lage schützt, lesen Sie in die­sem Bei­trag.