Polizeikosten in der Bundesliga

In den ers­ten fünf Ligen des deut­schen Pro­fi­fuß­balls belau­fen sich die Kos­ten für die Poli­zei­ein­sät­ze auf rund 120 Mil­lio­nen Euro jähr­lich. Bis­her wur­den die­se Kos­ten allei­ne aus den Steu­er­gel­dern begli­chen. Es wur­de jedoch lan­ge dis­ku­tiert, ob die deut­schen Fuß­ball­ver­ei­ne die Poli­zei­kos­ten für die Bun­des­li­ga­spie­le mit­tra­gen sol­len. Die Deut­sche Fuß­ball Liga (DFL) klag­te gegen einen Gebüh­ren­be­scheid des Bun­des­lan­des Bre­men. Für ein Spiel von Wer­der Bre­men gegen den Ham­bur­ger SV soll­te die DFL rund 425.000 Euro zah­len. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt Leip­zig fäll­te ein Urteil: Bun­des­län­der dür­fen der DFL für soge­nann­te „Hoch­ri­si­ko­spie­le“ eine Rech­nung stel­len.

Der Sicher­heits­ex­per­te Uwe Gers­ten­berg gibt eine Ein­schät­zung zum The­ma.

Kamera für Personenaufklärung
Anfang März 2018 wur­de ein heim­tü­cki­scher Anschlag auf den Inno­gy-Vor­stand Bern­hard Gün­ther ver­übt. Gün­ther war gera­de beim Bäcker und woll­te Bröt­chen holen, als die Täter ihn mit Säu­re über­schüt­te­ten. Die­ser tra­gi­sche Fall zeigt, wie wich­tig eine Sicher­heits­ana­ly­se inner­halb des Per­so­nen­schut­zes ist. In vie­len Kon­zer­nen wird das mög­li­che Risi­ko, dem sich die Füh­rungs­kräf­te aus­set­zen, als zu gering ein­ge­schätzt. Mit den tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten des 21. Jahr­hun­derts sind neue Risi­ko­fak­to­ren ent­stan­den, denen mit glei­chen und noch bes­se­ren Waf­fen ent­ge­gen­ge­tre­ten wer­den muss. Das Stich­wort heißt hier: mit­tel­ba­rer Per­so­nen­schutz, oder auch Vor­auf­klä­rung. Lesen Sie hier mehr dar­über.
Lei­der hat der Bal­kon das Poten­ti­al zu einem ernst­haf­ten Sicher­heits­ri­si­ko. Allein die Höhe, in der sich der Bal­kon befin­det, reicht als Schutz vor Ein­bre­chern nicht aus. Der Abstand zur Erde lässt sich ent­we­der durch Lei­tern (ech­te Lei­tern oder die Klet­ter­tech­nik Räu­ber­lei­ter) über­win­den oder durch bau­be­ding­te Klet­ter­hil­fen wie:
  • Bau­ge­rüs­te,
  • Pflan­zen­rän­ke,
  • Regen­fall­roh­re oder
  • archi­tek­to­ni­sche Nischen wie Vor­sprün­ge oder Stu­fen.
Die Gefahr für einen Ein­stieg über den Bal­kon nimmt zwar mit zuneh­men­der Höhe ab, ist aber ste­tig prä­sent. Daher stellt die Siche­rung der Bal­kon­tür eine wich­ti­ge sicher­heits­re­le­van­te Maß­nah­me dar.
Gefährlicher Urlaubspost
Alle drei Minu­ten wird in Deutsch­land ein­ge­bro­chen. Vie­le Kri­mi­nel­le pla­nen ihren Beu­te­zug sehr sorg­fäl­tig und füh­ren ihn auch zum Erfolg, da sie Woh­nun­gen und Häu­ser vor­her genau aus­kund­schaf­ten. Dabei unter­su­chen sie – mehr als drei Minu­ten lang – vor allem, zu wel­chen Zei­ten die Inha­ber einer Blei­be mit hoher Wahr­schein­lich­keit abwe­send sein wer­den. Wel­cher Art die­se Obser­va­tio­nen sein kön­nen, lesen Sie hier von dem Exper­ten für Ein­bruch­schutz Uwe Gers­ten­berg. Wir gehen davon aus, dass Sie min­des­tens einen der 5 Tricks mit Sicher­heit noch nicht gekannt haben.
Abgebrannte Böller
Deutsch­land dis­ku­tiert über ein strik­te­res Ver­bot von Feu­er­werks­kör­pern, ins­be­son­de­re dem von soge­nann­ten Böl­lern. Wie wirk­sam wäre so etwas, und was bräch­te es? Uwe Gers­ten­berg mit einem Über­blick über die Lage und eine Prü­fung von Maß­nah­men aus der Debat­te.

Silvester 2017 mit Toten und Verletzten

Trotz war­men Regen­wet­ters hiel­ten sich zahl­rei­che Men­schen im Bun­des­ge­biet zur Sil­ves­ter­nacht 2017/18 im Frei­en auf. Eini­ge von ihnen gin­gen mit ihrem Feu­er­werks­ge­rät nicht sach­ge­mäß um oder benutz­ten es in dafür nicht vor­ge­se­he­nen Berei­chen. Unbe­tei­lig­te bekla­gen dabei nicht nur eine hohe und bis in den Mor­gen andau­ern­de Lär­min­ten­si­tät, son­dern auch:
  • das Zün­den von Böl­lern nahe von Pas­san­ten bzw. inner­halb von Per­so­nen­grup­pen,
  • das Ver­schie­ßen von Rake­ten in waa­ge­rech­ter Flug­bahn,
  • die Nut­zung von Feu­er­werk außer­halb der erlaub­ten Orte, Uhr­zei­ten und Tage,
  • eine erhöh­te Fein­staub­be­las­tung,
  • das Hin­ter­las­sen von Feu­er­werks­rück­stän­den (Leit­stab, gan­ze Bat­te­ri­en) auf öffent­li­chem und frem­dem Grund,
  • alko­ho­li­sier­te Per­so­nen, Bedro­hung von Ret­tungs­kräf­ten und ein all­ge­mei­nes Unsi­cher­heits­ge­fühl.
Die Fol­gen von fahr­läs­si­gem  und teil­wei­se mut­wil­li­gem Fehl­um­gang mit Böl­lern & Co. spie­geln sich in schwe­ren Ver­let­zun­gen, Ampu­ta­tio­nen und Todes­fäl­len nie­der. In Bran­den­burg star­ben zwei Män­ner durch einen selbst­ge­bas­tel­ten Spreng­satz, vie­le wei­te­re Fast­un­fäl­le wur­den in ande­ren Gemein­den ver­zeich­net.